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08.10.2016

HINGABE - Dito Montiel

KEIN WORT BESCHREIBT DEN REGISSEUR, DREHBUCHAUTOR UND EINSTIGEN MUSIKER DITO MONTIEL BESSER ALS DAS WORT „HINGABE“. ER IST EINER DER WENIGEN IN DER FILMBRANCHE, DIE DAS SELTENE TALENT BESITZEN, WAHRE GESCHICHTEN AUTHENTISCH ZU ERZÄHLEN UND DABEI DIE SPANNUNG NICHT ZU KURZ KOMMEN ZU LASSEN.

Dito Montiel wurde am 26. Juli 1965 in New York City geboren. Seinen Geburtsnamen Orlando Anthony Montiel Jr. hatte er bald für seinen Spitznamen „Dito“ abgelegt. Alle Welt kennt ihn seit Anbeginn seiner Karriere als Dito Montiel. Dito hat drei Schwestern, die alle wesentlich älter sind als er. Als echtes New Yorker Kind lernte er schon in frühen Jahren, dass tatsächlich alles im Leben möglich ist. Seine Mutter verließ seinen Vater in ihren späten 60igern. Für Dito schien diese Entscheidung völlig verrückt zu sein, da beide in einem Alter waren, indem sie Großeltern hätten sein können. Und nach über 40 Jahren Ehe, auf die seine Eltern schließlich zurückblicken konnten, nahm er an, dass niemand sein Leben mehr neu beginnen wolle. Er wurde eines Besseren belehrt und stellte fest, dass es im Leben nie zu spät ist einen Neuanfang zu wagen oder Dinge zu ändern.

Die Öffentlichkeit wurde in den späten 90igern auf Dito aufmerksam. Nachdem er die New Yorker Hardcore Punk Band „Major Conflict“ verließ, unterschrieb Geffen Records im Jahr 1989 einen 1 Millionen Dollar Deal für seine Neuformation „Gutterboy“ - zur damaligen Zeit war dies eine unglaubliche Summe. Die Band blieb weitestgehend unbekannt und erhielt nach deren Auflösung kurz nach dem Erscheinen des Debütalbums ironischer Weise den Titel eine der „erfolgreichsten“ erfolglosen Bands in der Rock Geschichte zu sein.

Nachdem der heutige Star-Regisseur sein Bestseller-Buch und Eigenbiografie „A Guide to Recognizing Your Saints“ zu einem Drehbuch umgeschrieben hatte, wagte er den Schritt bei diesem Film selbst Regie zu führen. In der Filmversion des Bestsellers spielten u.a. Robert Downey Jr. (als alter Montiel), Dianne Eiest, Channing Tatum und Shia LaBeouf (als junger Montiel). Er macht Filme mit derselben Hingabe wie er Musik oder Bücher schreibt. Eines seiner weiteren Werke mit dem Titel „Dito Montiel“ wurde im Jahr 2006 von Rhino Records produziert. Sein zweites Buch „Eddie Krumble is the Clapper“ erschien im April 2007.

Auf die Frage, ob er nicht zu spät ins Filmgeschäft eingestiegen wäre, meinte der Star-Regisseur, dass Jack Kerouac 40 Jahre „On the Road“ lebte und das gleichnamige Drehbuch in nur 2 Wochen schrieb. Dito habe noch nie verstanden, wie man als Teenager Träume haben kann, ist man doch viel zu jung um zu wissen, was man will. Als Kind habe er niemals Träume gehabt. Er machte nur Blödsinn um die Dinge zu vermeiden, die noch wesentlich schlimmer gewesen wären. Als er ein Jobangebot in einer Fabrik bekam, sagte ihm sein Vater, er solle die Highschool abbrechen, weil dieser Job ein „guter Deal“ wäre. Seine Reaktion als Teenager war „Ach ehrlich?! Das klingt doch furchtbar!“. Also verzichtete er auf beide Möglichkeiten und begann mit der Musik. Die Bezahlung als Musiker war gerade gut genug, dass er nicht zum Bundesheer musste und dennoch davon leben konnte. Dito glaubt, dass alles im Leben passiert, wenn die Zeit dafür reif ist.

Als Dito sein erstes Drehbuch schrieb, dachte er noch, „INT“ bedeutet „vorstellen“ und „EXT“ bedeutet „Ausgang“. Er war so aufgeregt und ängstlich, weil die Produzentin Trudie Styler und Schauspieler Robert Downey Jr. ihm eine Chance geben wollten. Rückblickend weiß er, dass es in dieser Situation wohl gut gewesen, gewisse Dinge schon früher gelernt zu haben. Andererseits war er schon immer ein „Do it yourself“-Typ.

Im Jahr 2009 verfilmte Dito Montiel „Fighting“ mit Frauenschwarum Channing Tatum, Terrence Howard und Luis Guzman. Der Film erzählt die Geschichte eines jungen Straßenhändlers in New York City, der in die Boxkämpfe des New Yorker Untergrunds eingeführt wird. Nur zwei Jahre später führte Dito Regie bei dem Polizei-Drama „The Son of No One“. Eine weitere Zusammenarbeit mit Channing Tatum, aber auch Filmgrößen wie Al Pacino, Tracy Morgan, Ray Liotta und Katie Holmes wirkten mit. Dieses Meisterwerk wurde beim Sundance Film Festival vorgestellt und sofort von Anchor Bay Entertainment unter Vertrag genommen.

Sein aktueller Streifen „Man Down“ erzählt die Geschichte eines ehemaligen US Marines (Shia LaBeouf), der im post-apokalyptischen Amerika verzweifelt seinen Sohn sucht. Neben Jai Cortney, der sein Debüt in „Stirb langsam 5“ an der Seite von Bruce Willis feierte, ist in diesem spannenden Thriller Gary Oldman zu sehen. „Man Down“ befindet sich zurzeit in Post-Production.

Was hat den heutigen Star-Regisseur letztlich dazu getrieben, diese Karriere ein zu schlagen? Mit einem Schmunzeln im Gesicht, erklärte er, dass er sich wünschte, er wäre klug genug gewesen, um eine Wahl gehabt zu haben. Dito war ein echter Glückspilz. Es ist einfach passiert. Er schrieb, weil er immer schon geschrieben hat, sogar als er noch ein Kind war. Er schrieb Musik als er mit 14 in einer Hardcore Band war. Er war nicht gut genug, um die Songs anderer zu spielen, also musste er die Songs selbst schreiben, um sie spielen zu können. Schreiben ist seine Leidenschaft und neben dem Job war es eine sinnvolle Beschäftigung. Eines Tages entstand ein Buch und der Mann, für den er bei Tower Records gearbeitet hatte, hat es kurzer Hand veröffentlicht. Und plötzlich machte er einen Film, sogar einen ziehmlich guten. Heute ist er ein aufsteigender Stern in der Filmbranche und erntet als Regisseur große Anerkennung.

Wenn man den einfach gestrickten New Yorker beobachtet, denkt man sich, eine Karriere wie die seine wäre ein wahr gewordener Traum und es könnte einem nichts besseres passieren. So ist es tatsächlich, aber für Dito hat dieser Traum auch einen Haken. Er ist so damit beschäftigt nicht durch zu drehen, weil die Häfte der Zeit hat er Angst und stellt sich die Frage „Wie mache ich noch einen Film, einen noch besseren?“ Niemand bittet ihn darum, einen Blockbuster wie Indiana Jones zu schreiben, also muss er immer wieder selbst an den Schreibtisch und eigenständig etwas gutes verfassen. Da es ihm leicht fällt, etwas zu schreiben, mit dem er sich identifizieren kann, landet er mit seinen Geschichten und Drehbüchern immer bei ihm Zuhause in der Nachbarschaft. Er schreibt über das, was er kennt. Und so entsteht der nächste Film.

Dito Montiel hat eine bezaubernde Tochter, eine liebevolle Ehefrau und ein Haus, indem er sich rundum wohlfühlt. Die Vergangenheit möchte er in der Vergangenheit belassen. Er fühlt sich im Hier und Jetzt geborgen, liebt es seinen Geschichten wahres Leben ein zu hauchen und Filme zu machen, die die Menschen bewegen.

Der Werdegang von Dito Montiel liest sich als wäre das Leben und Arbeiten in Hollywood ein Kinderspiel, doch sieht die Realität anders aus. Es ist immer gut zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und die richtigen Menschen zu kennen. Doch braucht es neben einer ordentlichen Portion Glück auch verlässliche Partner.

Dito arbeitet deshalb mit dem Manager Trevor Engelson von Underground zusammen. Trevor gründete Underground im Jahr 2001, nachdem er 1 Jahr Assistent bei einer der größten Agenturen in den USA war. Geboren und Aufgewachsen ist Trevor in Great Neck, New York - eine weitere Gemeinsamkeit, die die beiden kreativen Köpfe verbindet. Nach seiner Ausbildung auf der Annenberg School of Communications der University of Southern California wusste Trevor, dass er qualitativ hochwertige Talente finden und vertreten möchte. Seit über 10 Jahren ist Trevor nun einer der besten Manager in der Branche und wurde vom „Hollywood Reporter“ sogar als einer der TOP 35 der nächsten Generation ernannt. Mit Underground möchte er eine gewisse Tradition und Qualität in der Branche halten, die heutzutage wichtiger ist denn je. Im Jahr 2012 eröffnete Underground unter der Leitung von Trevor Engelson einen Standort in New York. Seither ist er auf Expansionskurs und steht Klienten wie Dito Montiel professionell zur Seite.

Die Realisierung eines Filmprojektes ist eine Herausforderung, die viel Zeit und Engerie von allen Beteiligten fordert, vor allem von einem Herzblut-Regisseur wie Dito Montiel. Daher richten wir ein herzliches Dankeschön an Dito. Danke, dass du dir trotz der vielen Arbeit mit „Man Down“ Zeit für uns genommen hast und den LeserInnen einen Einblick in deine Welt gewährt hast.



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